
Blau-Weiss Hohen Neuendorf verstärkt sich für die 2. Halbserie
Mit dem furiosen 9:1 im Landespokal gegen den 1. FC Union Berlin verabschiedeten sich die Frauen des Regionalligisten Blau-Weiss Hohen Neuendorf am Sonntag mit einem Donnerhall in die Winterpause. „Das war ein sehr, sehr guter Abschluss einer überzeugenden Hinrunde“, schwärmt Trainer Sven Thoß, der sonst mit Lob spart. „Obwohl wir vom Verletzungspech gebeutelt waren, sind wir gut durch die 1. Halbserie gekommen.“ Gut heißt: Die Mannschaft überwintert auf Platz 1.
Der Verein ruht sich darauf nicht aus. „Wir sind in einer sehr guten Ausgangsposition, aber es wäre fahrlässig, wenn wir jetzt nicht Verstärkungen holen würden“, sagt Thoß, der diesen 1. Platz nicht mehr hergeben möchte.
Zwei Spielerinnen sind am Sonntag verpflichtet worden. Henrike Schödel musste im Sommer aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegen, weil sie den Trainingsumfang nicht mehr bewältigen konnte. Die 21-Jährige ist bei Turbine Potsdam groß geworden, spielte in der 2. Bundesliga und war einst im U-17-Nationalteam. „Sie ist eine Spielerin fürs zentrale Mittelfeld und eine sehr gute Freistoßschützin“, sagt Sven Thoß über die Studentin. Künftig wird sie mit Juliane Guhr eine Fahrgemeinschaft bilden und nach Hohen Neuendorf fahren. „Ich freue mich, wieder auf dem Platz zu stehen und habe richtig Bock auf Fußball", sagt sie.
Die zweite Neue ist Jasmine Moschko. Im vergangenen halben Jahr spielte sie in Kaliningrad in der 2. russischen Liga. Vorher war sie bei Tennis Borussia Berlin am Ball. „Sie hat sich bei mir gemeldet und würde gern bei uns spielen“, so der Coach. Moschko (21) ist eine Offensivkraft.
Die Hohen Neuendorfer Personalplanungen sind nicht abgeschlossen. Der Vertrag mit Sabrina Mohr ist aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst worden. „Wie es mit den Langzeitverletzten Julia Winkler und Victoria Targatz weitergeht, wissen wir nicht. Um im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga bestehen zu können, brauchen wir weitere Spielerinnen“, sagt Sven Thoß. Zwei oder drei könnten es noch werden. (Von Stefan Blumberg)









