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Hohen Neuendorf ganz oben

Mit drei Punkten Vorsprung führen die Frauen von Blau-Weiss Hohen Neuendorf die Regionalliga-Tabelle im Winter an. Die Chancen für den erhofften Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen also gar nicht so schlecht.



Von Odin James

„Natürlich ist es schön, im Winter auf die Tabelle zu gucken und sich selbst ganz oben stehen zu sehen“, sagt Hohen Neuendorfs Trainer Sven Thoß. „Das gibt uns vielleicht auch den nötigen Schwung für die Rückrunde.“ Allerdings weiß der Coach auch, dass eine Tabellenführung im Winter noch keine Garantie für den Aufstieg darstellt. „Wenn wir in der Rückrunde nicht mindestens genauso viel Gas geben wie in der Hinrunde, dann werden wir am Ende mit leeren Händen dastehen.“

Dass die Blau-Weissen nach der Hinrunde überhaupt so weit oben stehen, war aufgrund der großen und langen Verletztenmisere zu Beginn der Saison nicht zu erwarten. „Teilweise hatte ich nur noch elf gesunde Spielerinnen zur Verfügung“, so Thoß, der sich daher auch „mehr als sonst“ auf die Winterpause gefreut hat, denn schließlich können seine Spielerinnen nun auch die letzten Blessuren auskurieren. „In diesem Fall muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. So wie sie sich durch die Hinrunde gekämpft hat, war schon toll. Auch wenn nicht alles optimal lief.“ Damit meint der Trainer vor allem das Spiel bei „Angstgegner“ Fortuna Dresden Rähnitz. 0:2 ging die Partie bei den Sächsinnen verloren, es war die einzige Niederlage in der gesamten Hinrunde. Bereits in der vergangenen Saison entpuppte sich Dresden als Stolperstein für die Aufstiegshoffnungen der Hohen Neuendorferinnen. Damals konnte die Thoß-Elf keines der beiden Spiele gegen Dresden gewinnen. Am Ende fehlte ein Punkt zum Aufstieg. „Wir haben gegen die Fortuna in der Hinrunde das mit Abstand schlechteste Spiel gemacht, seitdem ich hier Trainer bin“, sagt Thoß noch immer leicht angefressen. „Und vor allem war die Niederlage völlig unnötig.“ In der Rückrunde soll es gegen Dresden aber besser klappen. „Da haben wir schließlich noch eine Rechnung zu begleichen.“

Um in dieser Saison am Ende tatsächlich ganz oben zu landen und somit in die 2. Bundesliga aufzusteigen, haben sich die Blau-Weissen im Winter personell noch mal verstärkt. Henrike Schödel, die im Sommer aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegen musste, wird künftig das Trikot des Regionalligisten überstreifen. Die 21-Jährige ist bei Turbine Potsdam groß geworden, spielte in der 2. Bundesliga und war einst im U-17-Nationalteam. „Sie ist eine Spielerin fürs zentrale Mittelfeld und eine sehr gute Freistoßschützin“, sagt Sven Thoß über die Studentin. Die zweite Neue ist Jasmine Moschko. Im vergangenen halben Jahr spielte sie in Kaliningrad, vorher spielte sie bei Tennis Borussia Berlin. Mit den Neuverpflichtungen soll nun der Aufstieg gelingen.