Blau-Weiss Hohen Neuendorf auf Nichtabstiegsplatz
Es ist berüchtigt, das zweite Jahr in einer Liga. Schwierig soll es sein. Die Hohen Neuendorferinnen können davon ein Lied singen. Neuzugänge, Abgänge, Trainerwechsel, Niederlagenserie, Afghanistan-Einsatz, Hoffnungsfunke – das Potpourri der guten und schlechten Nachrichten löste bei Spielerinnen und Fans einen wahren Emotionsstrom aus.
Die Mannschaft zog sich zum Ende der Hinrunde (4:2 gegen Oldesloe) und Anfang der Rückrunde (3:2 gegen Hamburger SV II) am eigenen Schopf vorläufig selbst aus dem Abstiegssumpf. Zehn Spieltage lang war die Mannschaft, die vor der Saison mit sechs Spielerinnen verstärkt worden war, ohne einen Sieg geblieben. Lediglich zwei Unentschieden standen zu Buche. Dass sich irgendwann die Unzufriedenheit bei den Spielerinnen einstellte, wurde dann auch Trainer Martin Schalow zum Verhängnis, der Anfang November seinen Platz nach dreieinhalb Jahren räumte. In dieser Phase verließen auch Sandra Eckelmann und Caro Stern die Blau-Weissen, Torhüter (und Bundeswehrsoldatin) Mandy Zimmermann wurde nach Afghanistan geschickt.
Trotz all der Nackenschläge brachte Michael Roßbach, der Schalow-Nachfolger auf Zeit (bis zum Saisonende), die Mannschaft wieder einigermaßen auf Kurs. Er ließ die Viererkette Viererkette sein, spielt wieder mit Libero, um die Abwehr zu stabilisieren. Und die Angreiferinnen treffen auch wieder das Tor, allen voran Diana Liebrecht, die sechs der zehn Hohen Neuendorfer Tore erzielte. Die Mission Klassenerhalt hat durch die beiden Siege wieder Realitätscharakter. (Von Stefan Blumberg)








