Hohen Neuendorf verliert Testspiel in Potsdam
Es war das fast schon traditionelle Spiel der Hohen Neuendorfer Frauen gegen den amtierenden deutschen Meister. Gewonnen hat natürlich Turbine Potsdam.
1. FFC Turbine Potsdam – Blau-Weiß Hohen Neuendorf 5:0 (4:0). „Ich hatte ja nichts anderes erwartet als einen Sieg der Potsdamerinnen“, sagt Michael Roßbach, Trainer des Oberhavelteams. Seine Mannschaft hatte bislang nur laufen können, ging ins Fitnessstudio, mal in die Halle und auch mal in die Beachhalle – „unter freiem Himmel war das am Sonntag unser erstes Spiel in diesem Jahr. Da machen sich natürlich einige Defizite bemerkbar“, so Roßbach, der damit vor allem die fehlende Schnelligkeit und geistige Frische meinte.
Der Kunstrasenplatz auf dem Gelände des Luftschiffhafens in Potsdam war sehr gut geräumt, hatte aber auch seine Tücken, gerade die Hohen Neuendorfer Defensive musste mit glatten Flächen kämpfen. „Und dann überzeugte Potsdam natürlich mit gepflegtem Kurzpassspiel“, so der Blau-Weiß-Coach.
Für die Potsdamerinnen, deren Erstligasaison am kommenden Wochenende mit der Partie gegen Freiburg weitergehen soll, war es am gestrigen Tage das dritte Testspiel des Wochenendes. Deshalb gab Cheftrainer Bernd Schröder zu Beginn des Duells einem Großteil der zweiten Ganitur die Einsatzchance. „Die anderen haben schon zwei Spiele in den Beinen“, sagte Schröder. So schauten sich Anja Mittag, Lira Bajramaj, Jennifer Zietz und Nadine Keßler erst einmal von der Bank aus zu. Mit zur Stammformation gehörte dagegen die seit dem Champions-League-Rückspiel bei Brøndby Kopenhagen verletzte Tabea Kemme.
In einem eher schwachen Spiel – Hohen Neuendorf stand erwartungsgemäß pausenlos in der Defensive – ließ Kemme dem 1:0 von Stefanie Draws (7.) und dem 2:0 von Corina Schröder (15.) das 3:0 folgen. Trocken zog die Stürmerin aus 16 Metern ab und ließ Steffi Hundertmark im Tor der BLAU-WEISSen keine Chance (27.). Auch danach wollte Turbine nicht in Fahrt kommen. „Wir spielten bei 30, 40 Prozent“, so Bernd Schröder. „Doch das ist okay. Die Bodenverhältnisse waren nicht optimal.“ Neuzugang Yuki Nagasato sorgte für die 4:0-Pausenführung (56.). Nach dem Wechsel schaltete Potsdam einen Gang höher und kombinierte sich in die Nähe des HOHEN NEUENDORFer Strafraums. Doch Mittag, Keßler, Odebrecht und Bajramaj vergaben Chancen. So mussten die 50 Fans warten, ehe Babett Peter zum 5:0 einköpfte (89.).









